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Das Schloss
Wie ein Märchenschloss
uf einer Insel am Südufer des Schweriner Sees erhebt sich stolz das Schweriner Schloss. Es mutet wie ein Märchenschloss aus vergangenen Zeiten an - mit unzähligen Türmen, Türmchen und Spitzen. Einige behaupten es wären genau 365: so viele, wie ein ganzes Jahr Tage hat. Andere meinen, es seien nur 180. Wer vermag das nachzuzählen?
old glänzen die Kuppeln im Sonnenschein. Auf der Seeseite des Schlosses befindet sich der Burggarten, eine einzigartige gärtnerische Anlage mit der Orangerie und einer geheimnisvollen Grotte. Auf der anderen Seite erschließt sich der wunderschön barocke Schlossgarten mit dem Reiterstandbild Friedrich Franz II, den Laubengängen und dem Kreuzkanal mit den Plastiken, die Göttergestalten und Jahreszeiten darstellen.
botritische Stämme der Slawen siedelten sich vor Jahrhunderten in dieser Gegend an und nannten sie Zuarin, was Tiergebiet oder -gehege bedeutet. Sie waren friedlich und lebten von Ackerbau und Viehzucht. Auf der Insel entstand eine hölzerne Burg, fest und uneinnehmbar. Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen drang im 12. Jahrhundert mit seinem Heer in das Land ein und unterwarf es. Die Burg jedoch ließ der letzte Slawenfürst Niklot abbrennen, damit sie nicht erobert werden konnte. Ihm wurde ein Denkmal an der Stadtseite des Schlosses gesetzt, weithin grüßt er heute die Gäste des Schlosses.
ahrhundertelang befand sich hier die Residenz zunächst der Grafen von Schwerin, dann der Herzöge und Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin. Letztere waren die direkten Nachfahren der Slawen, das lässt sich auf der langen Ahnentafel verfolgen.
Über viele Jahrhunderte wurde auf der Insel gebaut. Zunächst entstand ein Grafen-Schloss. Vor allem im 16. Jahrhundert wurde intensiv gebaut. Es entstanden Teile heute noch erhaltener und zu bewundernder Teile des Schlosses. Doch die Herzöge und Großherzöge residierten nicht nur in Schwerin, sie hatten weitere Wohnsitze. Mitte des 19. Jahrhundertes entschloss man sich endgültig für Schwerin und begann mit dem Umbau des alten Schlosses. Zwölf Jahre dauerte dies. Entstanden ist eines der schönsten Schlösser Deutschlands.
or fast einhundert Jahren wurde das Schloss ein Museum. Später nutzte man es als Schule und Internat für Kindergärtnerinnen. Als diese vor rund 30 Jahren neue Gebäude erhielten, begann man wieder Teile des Schlosses als Museum zu nutzen. Seit 1990 ist es Sitz des Landtages von Mecklenburg-Vorpommern. Viele Abgeordnete sind in den Räumen des Schlosses tätig, beraten und beschließen Gesetze für das Land.
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